Fußball-WM 2014: schneller jubeln mit Satellitenfernsehen

Unterföhring/München, 12. Juni 2014. Die rund 18 Millionen Satelliten-TV-Nutzer in Deutschland wissen als erstes, wer Weltmeister wird. Zwischen dem entscheidenden Torschuss im Stadion und dem Torerlebnis auf dem Sofa liegen nämlich nur rund drei Sekunden, sofern der Zuschauer das Spiel in digitaler Standardqualität verfolgt. Die Verarbeitung der HD-Bilder dauert etwa zwei Sekunden länger – dafür sehen die Tore aber auch deutlich besser aus.

Knapp hinter dem Satellitenfernsehen sortiert sich das Kabelfernsehen ein. Auch hier wird bei HDTV meist ein wenig später gejubelt als bei SD. Im Mittelfeld liegen in der Regel Zuschauer, die ihr TV-Programm via DVB-T empfangen. Bis zu acht (lange) Sekunden kann es dauern, ehe sie jubeln können. Das Nachsehen haben die Fans, die die Spiele als Stream im Internet verfolgen. Der Grund: Das digitalisierte Bild wird auf dem Server zwischengespeichert und im Computer noch einmal gepuffert. Hier kann es durchaus passieren, dass am Zuckerhut bereits das nächste Tor gefallen ist, während die Fans noch auf den ersten Treffer warten. Zuallerletzt freuen sich Zuschauer, die die WM via Smartphone verfolgen. Gesetzt den Fall die mobile Internet-Verbindung ist noch langsamer als das W-LAN-Netz zu Hause, müssen sie mit mindestens 40 Sekunden Verzögerung rechnen. Kleiner Trost: Auch diese Fans sind trotz der immensen Verzögerung „live“ dabei. Denn laut WDR dürfen zwischen dem echten Torschuss in Brasilien und dem Torschuss im Fernsehen bis zu 100 Sekunden liegen.